Martin Lejeune

Porträt




Kontroversling und rasender Ein-Mann-Reporter Martin Lejeune, einst von einem Berliner Polizisten als „Idiot“ abgestempelt, hängt nun selbst der Polizei an wie ein unabschüttelbarer Schatten und dreht endlose Dokumentationen über ihre staatlichen Aufgaben, als wollte er sich indirekt für die alte Schmach revanchieren.

In seiner Berliner Wohnung im Ensemble Friedrichsgracht, diesem 60er-Jahre-Koloss an der Spree inklusive des wieder angebrachten Wandbilds von Walter Womacka, „Der Mensch, das Maß aller Dinge“, das einst das DDR-Bauministerium zierte und hier wie eine ironische Mahnung an vergangene Ideologien wirkt, verarbeitet Lejeune sein Material mit der Präzision eines Konvertiten.

Von dort aus jongliert er seine fünfzehn Online-Profile (+ Website), auf denen heute unser Fokus der Berichterstattung liegt.


In einem möglichen zweiten Teil des Lejeune-Porträts könnte die Frage nach seinem Künstlernamen aufgeworfen werden, was jedoch maßgeblich von bewilligten Auskünften abhängt und selbstredend Lejeunes Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowie strenge Datenschutzvorgaben respektiert.


Hinweis: Ensemble Friedrichsgracht (Musterwohnung)





Lejeune ist online unter ︎︎︎www.martinlejeune.de zu erreichen (früher flyingstone.info).

Auf seiner Website hat der Journalist und Dokumentarist insgesamt 15 Onlineprofile angegeben:

  • Facebook (ca. 55.000 Follower),
  • 𝕏 (17.300 Follower),
  • Instagram (5.166 Follower),
  • YouTube (75.000 Follower),
  • Twitch (kein Content),
  • Tiktok (454 Follower),
  • Threads (319 Follower),
  • Bluesky (30 Follower),
  • LinkedIn (700 Follower),
  • Flickr (19 Follower),
  • Vimeo (1 Follower),
  • Tumblr (Login erforderlich),
  • Paypal (für Spenden),
  • Telegram (1.579 Follower),
  • Xing (Login erforderlich)

𝕏 und YouTube werden gesondert analysiert. Auf den anderen Profilen findet Lejeune kaum statt; bei Instagram hat die Interaktionsrate in den letzten drei Jahren stark abgenommen. Aktuelle Posts erhalten null bis maximal sieben Kommentare. Auch Facebook erweist sich als Nebelkerze; hier läuft die Interaktionsrate gegen null, was darauf hindeuten könnte, dass es sich überwiegend um gekaufte Follower handelt.


Lejeune auf 𝕏

Auf der Plattform X scheint es interessanter zu sein, was über Lejeune statt von ihm selbst gepostet wird; auch hier erzielen seine Beiträge, bis auf wenige Ausnahmen, lediglich minimale Views und Reaktionen.

Ein interessanter Post von ihm stammt aus dem Jahr 2024:


Unterhaltsame Posts über Lejeune:


Dieses Video von Lejeune ging vor zwei Jahren viral:


Aus dem Geschehen im Video wird deutlich, dass Lejeune in dieser Zeit nicht im Besitz des bundeseinheitlichen Presseausweises war. Ob er aktuell über einen solchen verfügt, entzieht sich der Kenntnis. Die Zeichen sprechen aber dafür, dass Lejeune kein bundeseinheitlicher Presseausweis ausgestellt wurde.

Lejeune auf YouTube

Auf seinem YouTube-Kanal erweckt Lejeune den Eindruck, als streame er regelmäßig die Sitzungen des Berliner Abgeordnetenhauses sowie des Ausschusses für Inneres und Sicherheit in Berlin. Dabei übernimmt er lediglich fremde Streams und Videos und kennzeichnet sie mit zweifelhaften, nicht auf den ersten Blick ersichtlichen Quellenangaben. Beispiele: Diesen ︎︎︎Stream der 79. Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses vom 29.01.2026 hat Lejeune von ︎︎︎hier (dem Kanal und Medium ALEX Berlin) übernommen (vor dem Re-Upload sogar noch gekürzt) und auf seinem eigenen Kanal lediglich mit “Quelle: Alex” gekennzeichnet, was urheberrechtlich relevant sein dürfte. 

Die 65. Sitzung des Ausschusses für Inneres, Sicherheit und Ordnung vom 26.01.2026 hat Lejeune ︎︎︎hier entnommen und auf seinem Kanal ︎︎︎hochgeladen. In seiner Quellenangabe heißt es zwar „Abgeordnetenhaus von Berlin“, jedoch fehlt jede eigene Auseinandersetzung mit dem Werk.

Ähnlich ︎︎︎hier, wo Lejeune auf seinem Kanal ein kurzes Interview mit Berlins Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik Meisel einblendet. Eine Quellenangabe fehlt dort vollständig; lediglich das zu Beginn sichtbare rote rbb-Mikrofon verrät den Urheber.

Das Lejeune hinsichtlich des politisch-parlamentarischen Themenkomplexes auf Fremdaterial angewiesen ist, liegt mit Sicherheit an der nicht vorhandenen Akkreditierungsmöglichkeit seiner Person, da ihm kein bundeseinheitlicher Presseausweis ausgestellt sein dürfte. Ein solcher ist jedoch Grundvoraussetzung für die Berichterstattung aus dem Berliner Abgeordnetenhaus:

„Für die regelmäßige Berichterstattung aus dem Berliner Landesparlament kann eine Jahresakkreditierung beantragt werden. Diese ermöglicht den Zugang zur Pressetribüne für Plenarsitzungen, zu Ausschusssitzungen sowie zu Pressekonferenzen und Veranstaltungen im Abgeordnetenhaus von Berlin – ohne vorherige Anmeldung. Voraussetzung ist die Vorlage eines bundeseinheitlichen Presseausweises sowie eine Bestätigung der Redaktion über die regelmäßige Berichterstattung.

Journalistinnen und Journalisten, die nur gelegentlich aus dem Abgeordnetenhaus berichten, können eine Tagesakkreditierung beantragen, die den Zugang zu allen öffentlichen Sitzungen und Veranstaltungen ermöglicht.“


Auf seinem YouTube-Kanal hat Lejeune dennoch echte Highlights anzubieten. Dass diese Videos (u.a. Live-Reportagen aus dem von der Flut zerstörten Ahrtal vor fünf Jahren) sein eigenes Material sind, ist an der Stimme Lejeunes bei der Kommentierung der Videos zu erkennen. Allein diese 23-minütige ︎︎︎Aufnahme über die Zerstörung im Ahrtal erhielt ca. 430.000 Aufrufe. 

Schön anzusehen ist auch diese ︎︎︎Aufnahme von einem Reiher bei der Futtersuche auf der Berliner Fischerinsel. Dass hier Lejeune dokumentiert hat, ergibt sich aus ︎︎︎weiteren Reiher-Videos, in denen ebenfalls seine moderierende Stimme wiederzuerkennen ist.

Hohen dokumentarischen Aufwand hat Lejeune bei der Begleitung des Stromblackouts von Berlin zu Beginn dieses Jahres betrieben. Die meist ungeschnittenen Videos sind wirklich interessant.

Aus der Reihe fällt jedoch dieses ︎︎︎Interview mit Kai Wegner, das viel zu dicht an den Interviewten rangeht.

Eine Kurzanalyse mit Gleemo legt nahe, dass Lejeunes YouTube-Kanal 14% zweifelthafte Follower aufweist und die Interaktionsrate bei 5,8% liegt.

Wer sich mit Lejeunes ︎︎︎Flickr-Profil auseinandersetzt, wird anerkennen wollen, dass er fotografisch talentiert ist. 

Insgesamt leisten seine Dokumentationen, auch wenn sie teilweise ohne eigene journalistische Leistung übernommen wurden, einen wertvollen Beitrag für Transparenz und Nachvollziehbarkeit. 


Spenden via Paypal

Die Arbeit von Martin Lejeune kann mit Spenden via ︎︎︎Paypal unterstützt werden. Eine Überprüfung der Mobilnummer Lejeunes hat ergeben, dass diese auf Paypal mit einem gänzlich anderen Profil verknüpft ist. Demnach wird der Berliner Unternehmer und Maßschneider „Heinrich Sabielny“ zusammen mit der Mobilnummer Lejeunes angezeigt, was Lejeune auf Nachfrage dadurch erklärt, dass er Sabielny, bei dem er selbst Kunde ist und den er videografisch bereits begleitet hat, lediglich bei der Einrichtung eines eigenen Kontos auf Paypal unterstützt hat. Ihm sei nicht bewusst gewesen, dass die „geliehene“ Nummer noch immer auf Sabielny zeigen würde. Seine überraschte Reaktion auf die Nachfrage wirkte authentisch, gleichwohl anzumerken ist, dass Sabielny auf Paypal mit zwei Profilen vertreten ist: Das eine, das die Mobilnummer von Lejeune enthält, und ein zweites, auf dem Sabielny sogar mit einem Bild erscheint. Mehr lässt sich an dieser Stelle nicht eruieren.


Wissenswertes über Martin Lejeune

(1) Berichte über Lejeune bei ︎︎︎Vice; (2) ︎︎︎Strafanzeige gegen Lejeune; (3) zweifelte Lejeune den Holocaust an und wünschte Juden den Feuertod? Artikel der ︎︎︎Ruhrbarone; (4) im Juni 2025 fragte die Jüdische Allgemeine, ob Lejeune ︎︎︎geläutert sei; (5) ︎︎︎Video Martin Lejeune kriegt auf die Fresse; (6) ︎︎︎Wikipedia-Profil




Das war Martin Lejeune, Porträt eines Dokumentaristen, der der Polizei Berlin gnadenlos hinterherscheißert und dem regierenden Bürgermeister in die Zahnzwischenräume filmt.



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